Frei erfunden

„Alle Personen und Ereignisse sind frei erfunden“ – so ähnlich ist es oft im Abspann von Filmen zu lesen. Erfunden sind auch die Personen in meinen Geschichten. Sie sind nicht real, es gibt sie nicht in der tatsächlichen Welt.

Dies ist allerdings eine Aussage, die sich nicht beweisen läßt: vielleicht gibt es da draußen irgendwo jemanden, der genau so ist wie Alex oder Lisa oder Nils. Vielleicht hat er oder sie einen anderen Namen, vielleicht auch nicht. Und mitunter erlebt jemand die gleichen Dinge, die die Protagonisten meiner Geschichte erleben.

Was aber ist dann erfunden und was real? Die Eigenschaften, die ich den Personen zuschreibe, gibt es ja: auch im wirklichen Leben sind Menschen ängstlich oder mutig, still oder laut, dick oder dünn. Und auch die Kombination dieser Eigenschaften findet sich hier und da wieder.

Also machen Sie es wie ich: beobachten Sie aufmerksam, was um Sie herum geschieht. Vielleicht sind meine Figuren ja gar nicht frei erfunden…

Einen weiterführenden (englischen) Beitrag gibt es hier.

Warum

Warum schreibe ich? Zunächst einmal nicht, weil ich mir davon Geld oder Reichtum verspreche. Klar – ich hätte gegen beides nichts einzuwenden. Aber meine Motivation entspringt einer ganz anderen Quelle: Macht.

Wenn ich an einer Geschichte sitze, übe ich Macht über die fiktiven Personen, ihre Erlebnisse und Interaktionen aus. Sie leben das Leben, das ich ihnen zugestehe, machen die Erfahrungen, die ich ihnen andichte. Trotzdem entwickelt eine Geschichte bisweilen ihr Eigenleben. Dann trägt mich der innere Faden der Geschichte an Orte, die ich vorher nicht geplant habe.

In meinen Protagonisten kann ich mich selbst in Situationen bringen, die mir im wahren Leben nie vergönnt wären, ich kann aber auch aus verschiedenen Teilpersönlichkeiten eine vollkommen neue erschaffen.

Das ist die eine Motivation. Die andere ist, daß ich den Leser an die Hand nehmen möchte und ihn durch die Geschichte in für ihn neues Land bringen möchte. Ich lese selbst sehr gern und viel und freue mich, wenn eine Geschichte so gut geschrieben ist, daß ich nicht absehen kann, was auf mich im nächsten Kapitel wartet. Das ist vor allem, aber beileibe nicht nur bei Krimis so.

Aber das ist schon wieder eine neue Geschichte.

Marketing

Es hat etwas Anrüchiges: Marketing. Ein wenig klingt es so, als wollte man Leute manipulieren, sie dazu bringen, etwas zu tun, das sie eigentlich gar nicht wollen („Kaufen, kaufen, kaufen…“).

Aber in der Realität habe ich als (neuer) Autor ein Problem: es ist zwar wahnsinnig einfach geworden, sein Buch zu veröffentlichen (dem eBook und dem Digitaldruck sei Dank), aber damit erreiche ich meine potentiellen Leser noch lange nicht.

Also muß ich mir Gedanken machen, wie ich das ändern kann, was gar nicht so einfach ist. Denn ich bin nicht der Einzige, der dieses Problem für sich lösen möchte. In der Vergangenheit haben Verlage diese Aufgabe gelöst. Sie haben allerdings für einige Frustration bei Autoren gesorgt. Manchmal auch bei den Verlagen (ich frage mich immer, was die Leute gemacht haben, die am Anfang J.K.Rowling abgelehnt haben…).

Es wäre einfacher, wenn ich mich ganz auf das Schreiben konzentrieren könnte, aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof.

Schreiben

Ich habe beim Schreiben ein paar Kernideen, an denen entlang ich meine Geschichte aufbaue. Dabei passiert es nicht selten, daß sie ein Eigenleben entwickelt. Auf einmal beginnen die Figuren zu leben und selbst Entscheidungen zu treffen. So muß ich sie manchmal wieder „einfangen“, wenn sie sich zu weit voranwagen.

Es geht los

Ich bin ein wenig zu dieser Website gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Da gab es die Idee, ein wenig Recherche im Internet und los geht es. Natürlich sagen einem alle Ratgeber, daß das falsch ist. Man soll sich vorher lange Gedanken machen, alles gründlich planen und dann erst mit der Umsetzung beginnen.

Aber so schreibe ich auch sonst nicht. Und ich habe das Gefühl, daß mir diese spontane Art, die am Anfang des Weges noch nicht weiß, wo er hinführen wird, eigen ist.

Deshalb werde ich in den nächsten Tagen und Wochen hier so nach und nach Text und Bilder einstellen über mich und meine Bücher und das, was mich bewegt.